Handel

Eigenschaften und Besonderheiten
Einblick in die Branche

Der Handel im Wandel - Kaum eine Branche sieht sich der­zeit mit so starken Ver­änderungen durch verändertes Verbraucher­verhalten und neue Geschäfts­modelle konfrontiert wie der Handel. Das wachsende Online-Geschäft setzt den klassischen, stationären Handel mit einem immer größer werdenden Angebot und neuen An­nehmlich­keiten für den Konsumenten unter Druck. Dies hat immense Aus­wirkungen auf die Supply Chains, von den Herstellern der Konsum­güter bis zum End­kunden. Distributions­strukturen, Transport­konzepte, Logistik­zentren, die Waren­präsentationen und der Service in den Shops, um nur einige Beispiele zu nennen, müssen zwingend an die veränderten Rahmen­bedingungen angepasst werden. Die Effizienz der Liefer­ketten und der Logistik­kosten­anteil für diese neuen Services stehen im Fokus der zu­künftigen Aus­richtung der Supply Chains im Handel, da die Konsumenten kaum bereit sein werden zusätzliche Kosten zu über­nehmen.

Herausforderungen zur
Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit

Spezifische Rahmen­bedingungen und besondere Heraus­forderungen, die charakteristisch für die Branche des Handels sind:

  • Neue Märkte und Vertriebs­wege, Cross-Channel, Multi-Channel und Omni-Channel Vertriebs­strategien ergänzen den klassischen Handel
  • Das Online-Angebot und das Einkaufs­verhalten der Kunden durch vielfältige Möglichkeiten des E-Commerce verändern sich dramatisch. Next-Day-Delivery, Same-Day-Delivery, zeitpunkt­genaue Be­lieferung zum vereinbarten Termin sind Beispiele für Liefer­services im Online-Versandhandel
  • Das Wachstum des Online-Handels, getrieben durch die großen inter­nationalen Player, verstärkt den Wett­bewerbs­druck auf den stationären Handel
  • Neue, sich ändernde Vertriebs­strategien und bessere Liefer­services müssen durch die Logistik umgesetzt und kosten­günstig realisiert werden
  • Distributions­lager­netzwerke und Transport­konzepte sind anzu­passen und zu erweitern
  • Die Logistik­schnittstelle zum Konsumenten wird durch Konzepte, wie z. B. ‚Click and Collect‘, Paket­shops, Liefer­services für Lebens­mittel, immer facetten­reicher
  • Die Um­setzung von Lean Logistics in der Distribution ist erforderlich, dies bedeutet die Er­höhung der Produktivität in Lager- und Versand­abwicklungen, die Reduktion von Transport­kosten, die Ver­meidung von Handling­schritten in der Supply Chain
  • Die so­genannte ‚Last-Mile-Logistik‘ nimmt an Bedeutung zu, eine termin­gerechte und mengen­optimierte Belieferung von Märkten und Läden gilt es effizient um­zusetzen
  • Die Bedarfs- und Kapazitäts­planung ist nicht nur bei den Lieferanten not­wendig, sondern immer mehr im Handel zur An­passung der komplexer werdenden Supply Chain-Prozesse und -Strukturen, beispiels­weise müssen die Kapazitäten in einem Versandlager zur Be­wältigung eines Black-Friday-Volumens rechtzeitig an­gepasst werden
  • Die Nach­schub­steuerung und Wieder­befüllung von Waren in den Geschäften und Märkten wird sich immer mehr am realen Verbrauch bzw. Bedarf orientieren, beispiels­weise unter Nutzung von Point-of-Sales-Daten

ebp-consulting
Ausgewählte Beratungs­schwerpunkte

  • Optimierung und Gestaltung von Distributions­netzwerk
  • Lean Supply Chain Management
  • Lager- und Logistik­optimierung
  • Lagerplanung in allen Automatisierung­sstufen
  • Transport- und Fracht­kosten­optimierung
  • Taktische Routenplanung
  • Logistik-Outsourcing, Dienst­leister­konzepte
  • Toolbasierte Bestands­optimierung über die Supply Chain
  • Logistik­benchmarking und Logistik­checks
  • Forecasting und Demand Planning
  • Sales & Operations Planning (S&OP), integrierte Planung und Steuerung
  • Intelligente Dispositions­verfahren
  • Bevorratungs- und Nach­schub­strategien, z. B. Vender Managed Inventory (VMI)
  • Ausrichtung und Optimierung von Sortiments­strategien
  • SCM-IT-Anwendungen für Forecasting, Planung und Steuerung
  • Kennzahlen­systeme (KPI) in der Supply Chain

Projektbeispiele
Kundennutzen durch Branchenexpertise

Eine Selektion aus unserem umfangreichen Projektspektrum.

Entwicklung einer SCM-Strategie und Realisierung ausgewählter Konzepte bei einem führenden Großhändler für Befestigungstechnik:

  • Entwicklung optimaler Szenarien für die zukünftige Distributions­struktur in Europa der Anzahl und der Stand­orte der Lager­stufen. Berücksichtigung einer bestands- und service­optimierten Produkt-/Sortiments­verteilung auf die einzelnen Standorte in Abhängigkeit der ABC-/XYZ-/UVW-Artikel­klassifikation.
  • Konzeption der Lager- und Nachschub­strategie für unter­schiedliche Artikel­klassen. Erarbeitung von Standard­richtlinien für die Disposition und Bestands­planung unter An­wendung einer ebp-eigenen Tool­lösung. Reduktion der Bestände in aus­gewählten Vertriebs­regionen im Rahmen von Pilot­umsetzungen.
  • Erarbeitung von potenziellen Szenarien für die Konsolidierung der Transporte in Europa (von den Liefer­anten bis zu den Vertriebs­lagern), beispiels­weise über ein zentrales Cross-Dock.

Optimierung und Er­weiterung eines Distributions­lagers bei einer großen Elektronik­handels­kette:

  • Neu­planung des gesamten Lagers zur Integration unter­schiedlicher Marken und Markt-Umfänge im Bereich Consumer Electronics.
  • Analyse und Neu­planung der Förder-, Lager- und Kommissionier­technik zur Identifikation von Potenzialen zur Leistungs­steigerung. Neu­planung der Bereiche für Picken, Verpacken und Versand.
  • Durch­führung von Aus­schreibungen für technische Gewerke. Unter­stützung der Implementierung neuer Technik und der optimierten Prozesse. Be­gleitung von Linien- und Sortiments­umlagerung im laufenden Betrieb.

Durch­führung einer Studie zur Optimierung der Last-Mile-Logistik bei einer führenden Bau­marktkette:

  • Analyse der Supply Chain mit Fokus auf die letzten Stufen der Liefer­ketten am Beispiel mehrerer Filialen. In der Disposition (Filiale), im Anliefer­konzept, in der Waren­anlieferung und Er­fassung und in der Ver­räumung wurden Potenziale für einen schlanken Prozess identifiziert und ent­sprechende Optimierungs­konzepte ent­wickelt.
  • Ermittlung der An­forderungen und Rahmen­bedingungen von Seiten der Filialen nach dem Shelf-Back-Prinzip sowie von Seiten des In­bound Material­flusses über diverse Lager-/Hub- und Transport­konzepte.
  • Bewertung der Wirt­schaftlich­keit und der Umsetzungs­fähigkeit von neuen Prozessen und technischen Hilfs­mitteln für die Last-Mile-Logistik sowie für die Supply Chain von den Lagern und Hubs bis in die Filialen.