Maschinen- & Anlagenbau

Eigenschaften und Besonderheiten
Einblick in die Branche

Als größter industrieller Arbeit­geber, führende Export­branche und Innovations­motor nimmt der Maschinen- und Anlagen­bau eine wirt­schaftliche Schlüssel­stellung ein. Da Investitions­güter zu­nehmend zyklisch nach­gefragt und Kauf­entscheidungen immer kurz­fristiger ge­troffen werden, reichen Qualität und Innovations­kraft oft nicht mehr aus, um am globalen Markt bestehen zu können. Der enormen Kosten­belastung und der ab­nehmenden Prognostizier­barkeit potenzieller Auf­träge begegnen viele Maschinen- und Anlagen­bauer mit der Steigerung der Produktivität und der kapazitiven Flexibilität. Viel­fach werden neue Geschäfts­felder entwickelt und Produkt­nischen besetzt, was zu zu­sätzlichen An­forderungen führt, die wirtschaftlich bewältigt werden müssen. Die Heraus­forderungen und Möglichkeiten der Industrie 4.0 und der Digitalisierung werden vor allem die Unternehmen dieser Branche in den nächsten Jahren prägen. Hier gilt es, neben den produkt­technischen Veränderungen, auch die Chancen durch neueste Technologien in Produktion und Logistik zu nutzen.

Herausforderungen zur
Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit

Spezifische Rahmenbedingungen und besondere Herausforderungen, die charakteristisch für den Maschinen- und Anlagenbau sind:

  • Fort­schreitende Globalisierung der Produktion und der Wertschöpfungs­ketten
  • Er­schließung von Kosten­vorteilen durch neue Beschaf­fungswege (Global Sourcing)
  • Durch­gängige SCM-Strategien und -Prozesse: Vertrieb - Produktion - Logistik - Beschaffung - Auftrags­abwicklung
  • Flexibili­sierung der Produktion und der Wertschöpfungs­kette durch Lean-Methoden, z. B. durch die Ein­führung von One-Piece-Flow
  • Durchlauf­zeit­reduktion und Ein­haltung termin­verbindlicher Liefer­zeiten
  • Zu­nahme der Beschaffungs­volumina durch Re­duktion der Eigen-Wert­schöpfung, wodurch die Be­deutung von Be­schaffung und Supply Chain Manage­ment er­höht wird
  • Adaptierung und Umsetzung von Industrie 4.0-Lösungen und –Trends
  • Komplexitäts­reduktion der Produkte durch Modulari­sierung
  • Späte Varianten­ent­stehung durch klare Post­ponement­-Strategien
  • Aus­bau der Service­leistungen in ein nach­haltig erfolg­reiches Geschäfts­feld, Aufbau einer eigen­ständigen Ersatz­teil­logistik mit hoher Ver­fügbarkeit bei optimierten Be­ständen

ebp-consulting
Ausgewählte Beratungsschwerpunkte

  • Optimierung von Beschaf­fungsnetzwerke (Global Sourcing)
  • Optimierung der Einkaufs­prozesse und Ein­führung von Supplier Relation­ship Management
  • Total Landed Cost-Optimierung
  • Lieferanten­manage­ment
  • Lean Production und Lean Logistics
  • Industrie 4.0-Ansätze in Montage und Logistik
  • Intra­logistik nach dem Line-back-Prinzip
  • Logistik­center für die Produktions­versorgung
  • Kommissionier­zonen und Supermarkt­konzepte
  • Inter­betriebliche Transport­konzepte mittels Routen­zug oder Fahrer­loser Transport­systeme (FTS)
  • Material­fluss­konzepte für Produktions­standorte
  • Erweiterung von Werk­strukturen
  • Bereitstellungs­konzepte für Montagen und Fertigungs­bereiche
  • Umsetzung von One-Piece-Flow in der Produktion
  • Logistik-Outsourcing, Dienst­leister­ausschreibungen
  • Bestands­optimierung mit Big Data Analytics-Tools
  • Produktions­planung und -steuerung, MES- und ERP-IT-An­wendungen
  • After-Sales-Services, Ersatzteil­abwicklung in Lager und Distribution

Projektbeispiele
Kundennutzen durch Branchenexpertise

Eine Selektion aus unserem umfangreichen Projektspektrum.

Fabrik­planung und Logistik­reorganisation an zwei Standorten eines Land­maschinen­herstellers:

  • Mittel­fristige Werk­struktur­planung (5-Jahres-Horizont) unter Berück­sichtigung von starkem Mengen­wachstum und aus­geprägter Saisonalität der Kunden­aufträge für jeweils einen deutschen und französischen Standort.
  • Optimierung der Material­flüsse und der gesamten Logistik mit der Ziel­setzung, vor­handene Flächen und Lager­ein­richtungen optimal aus­zulasten.
  • Flexibilisierung der Vor­montagen und zugehörigen Bereit­stell­prozesse sowie An­bindung der Lieferanten über JiT-Versorgungs­modelle.

Optimierung der Material­gemein­kosten bei einem inter­nationalen Technologie­konzern:

  • Analyse der Prozesse und Organisations­strukturen zur Identifizierung der Reduzierungs­potenziale bei den welt­weiten Material­gemein­kosten.
  • Analyse des Teile­spektrums und Ein­führung eines ge­eigneten Ansatzes zur Klassifizierung der Artikel in ABC-/XYZ-/UVW-Artikel­klassen. Entwicklung von ge­eigneten Kon­zepten zur Dimensionierung der Dispositions­parameter mit dem Ziel, die Bestands­kosten zu reduzieren.
  • Zentralisierung von Prozessen und Definition der neuen Ver­antwortlich­keiten für Logistik und Einkauf.

Optimierung des Ersatz­teilservices bei einem Her­steller für Groß­maschinen in der Um­form­technik:

  • Optimierung der Fertigungs- und Logistik­prozesse für Service­teile als Basis zur Er­weiterung des Leistungs­angebotes an Eigen­fertigungs­teilen und der Er­höhung des Liefer­service­grades.
  • Em­pfehlung zur Ent­wicklung der zukünftigen Logistik­strukturen und zur organisatorischen Ver­ankerung der Prozess­verant­wortlich­keiten.
  • Ableitung der An­forderungen aus dem Service­geschäft an die Produktions­planung und -steuerung sowie das ERP- und das APS-System.