Wertstromanalyse

Entdecken Sie mit der Wertstromanalyse verborgene Effizienzreserven in Ihrer Supply Chain und schaffen Sie durch die systematische Visualisierung von Material- und Informationsflüssen eine belastbare Entscheidungsgrundlage für Ihre strategische Prozessoptimierung. Als spezialisierte Berater begleiten wir Sie dabei, Durchlaufzeiten nachhaltig zu senken und Ihre gesamten Wertschöpfungsnetzwerke wissenschaftlich fundiert und wirtschaftlich optimal zu steuern.

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Wertstromanalyse (Value Stream Mapping) als Weg zur verschwendungsfreieren Supply Chain

Eine Wert­strom­analyse ist ein systematisches Instrument im Lean-Management zur voll­ständigen Erfassung, Analyse und Optimierung von Material- und Informations­flüssen entlang der gesamten Supply Chain. Um ineffiziente Insel­lösungen in komplexen Produktions­netzwerken nach­haltig zu eliminieren, reicht es im modernen Supply Chain Management nicht aus, isolierte Teil­bereiche zu betrachten. Durch die gezielte Abstrahierung und Fokussierung auf das logistische Gesamt­bild ermöglicht Ihnen dieser methodische Ansatz, versteckte Eng­pässe präzise zu identifizieren und Durch­lauf­zeiten drastisch zu reduzieren. Profitieren Sie von der tief­greifenden Ingenieurs-Expertise der ebp-consulting GmbH, um Ihre operativen Prozesse ressourcen­effizient und zukunfts­sicher aufzu­stellen. Erfahren Sie in diesem Glossar­eintrag im Detail, wie Sie methodisch fundiert eine Wert­strom­analyse erstellen und welche messbaren Optimierungs­potenziale sich daraus für Ihr Unter­nehmen ergeben.

  

Strategische Einordnung: Wertstromanalyse im Supply Chain Management

Das Value Stream Mapping ist eine unverzicht­bare Methode zur strukturellen Neu­aus­richtung komplexer Wertschöpfungs­netzwerke. Im Gegen­satz zur klassischen, oft fehler­anfälligen Produktions­optimierung von Teil­bereichen, verhindert diese Methode effektiv die Ent­stehung von ineffizienten Insel­lösungen. Durch die gezielte Abstrahierung auf eine höhere Flug­höhe rückt das Verständnis für abteilungs­übergreifende Wirk­prinzipien in den Mittel­punkt der Betrachtung. Dieser ganz­heitliche Blick befähigt C-Level-Entscheider dazu, fundierte Investitionen in kunden­orientierte und messbar leistungs­stärkere Produktions­systeme zu tätigen. Somit dient die Methodik als strategisches Fundament für nach­gelagerte Optimierungs­projekte und zukünftige Layout-Planungen kompletter Produktions­werke.

  

Die Wertstromanalyse verständlich erklärt

Die Wertstrom­analyse visualisiert den gesamten Weg eines repräsentativen Referenz-Produkts vom initialen Lieferanten bis zum End­kunden auf einem groben, aber aussage­kräftigen Detaillierungs­grad. Neben dem physischen Material­fluss dokumentiert das Modell zwingend alle steuernden Informations­flüsse, wie beispiels­weise eingehende Kunden­bestellungen oder interne Fertigungs­aufträge. Für die Sicher­stellung der Über­sichtlich­keit und weltweiten Standardisierung kommen dabei international aner­kannte, fest­gelegte Grafik-Bau­steine zum Einsatz. Das primäre Ziel besteht darin, durch diese strukturierte Abstrahierung verborgene Verschwendungs­arten, unnötige Liege­zeiten und physische Eng­pässe im aktuellen Wert­strom aufzu­decken. Das Value Stream Mapping im Lean Management gleicht anschließend diese fehler­behafteten Ist-Zustände systematisch mit erprobten Lean-Prinzipien ab, um einen effizienten Soll-Zustand zu definieren..

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Der ebp-consulting Ansatz: Erfahrung, Objektivität und Integration

Die theoretische Einfach­heit der Methode täuscht in der Realität oft über die immense Komplexität des realen Current-States in der industriellen Praxis hinweg. Die Experten der ebp-consulting GmbH bringen die not­wendige Objektivität mit, um abteilungs­übergreifende Meinungs­verschieden­heiten als neutraler Konflikt­löser fakten­basiert aufzu­lösen. Wir unter­stützen Sie kritisch bei der unternehmens­spezifischen Aus­wahl relevanter Produkt­familien, da diese Ent­scheidung die Qualität des zukünftigen Produktions­systems determiniert. Durch die bewusste Integration von erfahrenen Mit­arbeitern aus dem operativen Tages­geschäft reduzieren wir Projekt­risiken drastisch und schaffen maximale Akzeptanz. Bei der finalen Formulierung von Kaizen-Blitzen profitieren Sie direkt von unserer lang­jährigen methodischen Führungs­kompetenz rund um das VSM im Lean Management.

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Das Vorgehen in der Wertstromanalyse

Die klassische Produktions­optimierung hatte in der Vergangen­heit immer das Problem, dass nur Teil­bereiche der Produktion analysiert und optimiert wurden, weil man damit überfordert war, die Komplexität des Gesamt­geschehen in einem Schritt bzw. in einem Vorgang zu analysieren. Folge davon waren „Insel­lösungen“ Schnitt­stellen-Probleme und suboptimale Investitionen, die oft die erhofften Ein­sparungen oder Ver­besserungen nicht erreichten.

Das Vor­gehen vom Ist-Zustand zu einem Soll-Zustand zukommen, untergliedert sich in 3 Phasen:

  1. Wertstrom-Analyse
  2. Wertstrom-Design
  3. Wertstrom-Entwicklung und -Stabilisierung
       
Das Bild zeigt anhand eines simplen Diagramms das Vorgehen im Value Stream Mapping vom IST-Zustand zum SOLL-Zustand in den 3 Phasen: 1. Wertstrom-Analyse, 2. Wertstrom-Design 3. Wertstrom-Entwicklung und -Stabilisierung

Die Idee des Value-Stream-Mapping ist im Vergleich dazu, die Komplexität der Produktion und der durch­laufenen Prozess­schritte durch Aus­wahl von Produkt-Repräsentanten und durch eine Abstrahierung auf einem gröberen Level in den Griff zu bekommen und mehr Wert auf das Verstehen der Zusammen­hänge zu legen. Das heißt zusammen­fassen: nicht einen Teil­bereich heraus­greifen und bei der Analyse in die Tiefe zu gehen, sondern durch Abstrahierung vertikal auf eine höhere „Flug­höhe“ zu gehen und den Fokus auf das Gesamt­bild zu legen.

    

Die Kernkomponenten der Wertstromanalyse

Der methodische Transformations­prozess vom unbe­friedigenden Ist-Zustand zum effizienten Soll-Zustand unter­gliedert sich strukturell in drei auf­einander auf­bauende Phasen. Zunächst erfordert die methodisch korrekte Vorgehens­weise die gemeinsame Erarbeitung der aktuellen Situation direkt am Ort des Geschehens, dem Gemba. Darauf­hin folgt das tief­greifende Wertstrom-Design, welches sich konsequent auf die Aus­legung des zukünftigen, verschwendungs­freien Zustands fokussiert. Den Abschluss bildet die Phase der Wertstrom-Entwicklung und -Stabilisierung, in der die theoretischen Konzepte in die harte operative Praxis über­führt werden. Diese systematische Struktur garantiert, dass jede abge­leitete Optimierungs­maßnahme exakt auf die Wert­steigerung für den End­kunden ein­zahlt.

Ist-Zustand und Materialfluss erfassen

Die Erfassung des Ist-Zustandes erfolgt idealer­weise im Team und verläuft fluss­aufwärts, also systematisch entgegen dem Material­fluss vom Versand bis zum Waren­eingang. Während dieses Durch­gangs identifiziert und dokumentiert das Projekt­team präzise aktuelle Miss­stände, ergonomische Defizite und sämtliche Bestände zwischen den einzelnen Produktions­schritten. Auch die physischen Inbound- sowie Outbound-Transporte werden mit den entsprechenden grafischen Symbolen detailliert katalogisiert. Dieser konsequente Vor-Ort-Ansatz ist essenziell, um abteilungs­übergreifende Diskrepanzen auszu­räumen und einen validen, widerspruchs­freien Arbeits­stand zu generieren. Nur auf Basis dieser harten, ungeschönten Realitäts­daten lässt sich im Anschluss eine wirksame und fehlerfreie Prozess­optimierung aufbauen.

Informations­flüsse analysieren

Eine exzellente Supply Chain zeichnet sich nicht nur durch schnelle Transporte, sondern vor allem durch fehler­freie und verzögerungs­arme Informations­ketten aus. Daher werden parallel zum Material­fluss auch alle steuernden Daten­ströme, wie Forecast-Erstellungen und Auftrags­abwicklungen, lücken­los in die visuelle Dar­stellung integriert. Diese Informations­flüsse lassen sich ebenso effektiv auf Verschwendungs­arten (Muda), insbesondere auf Liege­zeiten oder unnötige Rück­fragen, über­prüfen und be­schleunigen. Häufig untersuchte End-to-End-Prozesse in diesem Kontext sind S&OP, der Order-to-Cash-Prozess sowie die übergeordnete Fertigungs­steuerung. Die konsequente Beseitigung administrativer Flaschen­hälse führt in der operativen Logistik unmittel­bar zu kürzeren Reaktions­zeiten und einer signifikant höheren Liefer­treue.

Wertstrom-Design und Schritt­macher­prozess

Der absolut kritischste Schritt im Wertstrom-Design ist die Identifikation des logistischen Eng­passes und die Fest­legung des dazu­gehörigen Schritt­macher­prozesses. Dieser Prozess­schritt muss so nah wie möglich in Richtung End­kunde positioniert werden, da er den absoluten Takt für das gesamte zukünftige Produktions­system vorgibt. Ausgehend von diesem zentralen Punkt wird das kontinuierliche Fluss-Prinzip maximal über die gesamte Kette ausge­weitet. Die vorge­lagerten Prozesse werden in diesem Ideal­zustand nur noch durch bedarfs­gerechte Pull-Prinzipien, wie beispiels­weise Kanban-Systeme, gesteuert. Folglich wird das gesamte System zentral über einen einzigen Prozess reguliert, was die Komplexität der Produktions­steuerung drastisch minimiert.

    

Anwendungsbereiche der Wertstromanalyse in der Praxis

Im Prinzip geht es bei der Wertstrom-Analyse und dem Wert­strom-Design darum, ein für die Zukunft ein kunden­orientiertes und leistungs­starkes Produktions­system zu ent­werfen und seine neuen Strukturen festzu­legen.

In einem weiteren Schritt geht es darum Montage­linien abzu­takten, Optimierungs­bedarf bei Rüst­vorgängen zu identifizieren (SMED) und die gesamten Abläufe nach weiteren Optimierungs­ansätzen „abzu­klopfen“. Den ganzen Optimierungs­projekten eine abgestimmte Richtung zu geben. Ein oft vernach­lässigter Bereich ist die Out­bound-Logistik in Richtung Kunde: Hier ergeben sich oft neue Anforderungen für die Logistik, für externe Dienst­leister oder Lager­strukturen.

Dies kann zusammen zu einem durch­gängig optimierten Wert­schöpfungs­prozess führen, der die Grund­lage für ein neues Layout in einer Produktions­halle oder sogar eines ganzen neuen Produktions­werkes bildet.

Auch Informations­flüsse lassen sich auf Muda, insb. Liege­zeiten oder Rück­fragen etc. prüfen und beschleunigen. Häufig unter­suchte und optimierte E2E-Prozess sind S&OP, Bestell- und Auftrags­abwicklungs­prozess Order-to-Cash und Fertigungs­steuerung.

   

Fragen und Antworten zur Wertstromanalyse

Welches Vorwissen ist für die Durchführung einer Wertstromanalyse erforderlich?

Für die erfolg­reiche Umsetzung ist ein fundiertes Fach­wissen zu den Methoden des Lean Managements im gesamten Projekt­team absolut unab­dingbar. Ein vorgeschaltetes, gemeinsames Training sichert nicht nur das einheitliche Verständnis der Materie, sondern stärkt auch massiv den projekt­kritischen Zusammen­halt im Team. Ohne dieses methodische Fundament laufen Sie Gefahr, bei der Interpretation der Ist-Zustände falsche Schlüsse für das System­design zu ziehen.

Ist der Einsatz von spezieller Software für die Visualisierung verpflichtend?

Obwohl verschiedene Software­lösungen am Markt existieren, ist deren An­schaffung für initiale Analysen nicht zwingend erforderlich. Traditionelle Zeichnungen auf einem Brown-Paper oder einfache Tabellen­kalkulationen für komplexe Berechnungen sind für die ersten Durch­läufe absolut aus­reichend. Erst bei einer geplanten, regel­mäßigen Pflege des Ist-Zustandes im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungs­prozesses amortisiert sich der Einsatz dedizierter Spezial-Software.

Wie lässt sich der zeitliche Aufwand eines solchen Projekts seriös kalkulieren?

Der tatsächliche Projekt­aufwand korreliert stark mit der Größe der Produktion, der Prozess­komplexität und der vorhandenen Varianten­vielfalt im Portfolio. Zudem definieren die methodische Erfahrung und der Kooperations­grad des interdisziplinären Projekt­teams die Geschwindigkeit der Daten­erhebung maß­geblich. Eine fundierte Schätzung der notwendigen Projekt­tage lässt sich daher erst nach einer initialen Begehung der Wertschöpfungs­kette ver­lässlich abgeben.

Inwiefern beeinflusst die Auswahl der Referenz-Produkte das Endergebnis?

Die Auswahl repräsentativer Produkt­familien ist der kritische Hebel, der die spätere Aussage­kraft des gesamten zukünftigen Produktions­systems determiniert. Wählen Sie Exoten oder Produkte mit abweichenden Routings, optimieren Sie das System an den realen Volumina und Standard­prozessen vorbei. Daher begleiten unsere Senior Consultants diesen Auswahl­schritt besonders intensiv, um spätere Skalierungs­probleme im Layout-Design von vorn­herein auszu­schließen.

Ist Software zur Durchführung und Darstellung einer Wertstromanalyse erforderlich?

Ja, es ist gibt verschiedene Software-Anbieter für eine Wert­strom­analyse. Aus unserer Sicht ist es aber nicht zwingend erforderlich, sich eine solche Software zu kaufen. Insbesondere wenn man sie das erste Mal durch­führt. Die Darstellung anhand von Zeichnungen, z.B. auf einem Brown-Paper, genügen für das Erste aus; sind Kalkulation und aufwändigere Berechnungen erforderlich, ist es möglich, eine Tabellen­kalkulation aus der Office-Standard-Software zu verwenden. Wenn Sie den zukünftigen Bedarf weiterer Wertstrom­analysen sehen oder eine regel­mäßige Pflege des Ist-Zustands durch­führen wollen, steht eine Überlegung an, ob man eine solche Spezial-Software in Betracht zieht.

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