Medizintechnik & Pharma

Eigenschaften und Besonderheiten
Einblick in die Branche

Unabhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung und ein wachsender Nachfragemarkt sind der Grund, warum die Medizintechnik und die Pharmabranche zu den dynamischsten Sparten der produzierenden Industrie zählen. Jedoch stellen zunehmende Regulierungen, kurzfristige Gesetzesänderungen, der Ablauf von Patenten und nicht zuletzt die steigende Preissensibilität bei Verbrauchern und Krankenkassen die Branche vor beachtliche Herausforderungen. Steigender Wettbewerb mit Nachahmerprodukten und das Wachstum personalisierter Medikamente sorgen überdies für veränderte Rahmenbedingungen. Pharma- und Medizintechnikunternehmen reagieren darauf verstärkt mit Reorganisations- und Optimierungsprojekten in der kompletten Supply Chain, von den Lieferanten, über die Produktion und Distribution bis zur Schnittstelle zu den Patienten.

Herausforderungen zur
Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit

Spezifische Rahmenbedingungen und besondere Herausforderungen, die charakteristisch für die Branchen Medizintechnik und Pharma sind:

  • Globalisierung der Produktion und der Wert­schöpfungs­ketten
  • Outsourcing von Nicht-Kerninhalten an Lieferanten und Auftrags­fertiger
  • Lean Management in Produktion und Logistik zur Effizienz- und Flexibilitäts­steigerung
  • Optimierung der gesamten Supply Chain (Vertrieb/Sales, Disposition, Beschaffung, Produktion) durch intelligente SCM-Ansätze
  • Neue Produkte müssen schnell und effizient auf den Markt gebracht werden (New Product Launch)
  • Kurzfristige, termingerechte Versorgung der Patienten bedingt weitere Maßnahmen und Lösungsansätze in der Lieferkette, insb. auf der sogenannten Last-Mile
  • Zunehmende Volatilität des Kunden­bedarfs verursacht durch Promotion­aktionen und Tender­geschäft
  • Krankenhäuser optimieren ihre Logistik, dies erfordert kundenorientierte Belieferungskonzepte, wie z. B. Vendor Managed Inventory
  • Steigende Umfänge mit 'Over the Counter'-Produkten (OTC), die vergleichbar mit Konsum­gütern in der Supply Chain zu behandeln sind

ebp-consulting
Ausgewählte Beratungsschwerpunkte

  • Forecasting und Demand Planning
  • Sales & Operations Planning (S&OP), integrierte Planung und Steuerung
  • Intelligente Dispositions­verfahren
  • Auftrags­abwicklungs­prozesse, Order-Ful­fillment
  • Produktions- und Logistik­netzwerke
  • Distributionsprozesse, Nachschub- und Bevorratungs­strategien
  • Beschaffungs- und Logistik­strategien
  • Bestands­optimierung entlang der Wert­schöpfungs­kette
  • Lean SCM-Methoden
  • Lean Production
  • Lager- und Logistik­optimierung
  • Logistik-Outsourcing, Dienstleister­konzepte
  • SCM-IT-Anwendungen für Forecasting, Planung und Steuerung, z. B SAP-APO und SAP-IBP
  • Kennzahlen­systeme (KPI) in der Supply Chain

Projektbeispiele
Kundennutzen durch Branchenexpertise

Eine Selektion aus unserem umfangreichen Projektspektrum.

Einführung eines gruppenweiten Supply Chain Planning-Lösungsansatzes bei einem deutschen Pharmakonzern:

  • Entwicklung von Konzepten mit den zugehörigen Prozessen für die Bedarfsprognose und -planung sowie das Sales & Operations Planning (S&OP) zwischen den Vertriebsgesellschaften und den Produktionswerken weltweit.
  • Optimierung der Bestände in der kompletten Supply Chain durch die Anwendung eines ebp-Tools und der Anpassung der Dispositionsprinzipien.
  • Entwicklung von Organisationsstrukturen für das Supply Chain Planning. Spezifikation der Anforderungen und Erstellung von Lastenheften für die Einführung der SCM-Software SAP-APO (Advanced Planner & Optimizer).

Reorganisation der Supply Chain und Lagerlogistik bei einem weltweit führenden Medizintechnikkonzern:

  • Analyse des Distributionsnetzwerkes in mehreren Ländern und Entwicklung von Optimierungsszenarien für Anzahl und Lage der Standorte, für die Artikelverteilung und die Bestandsreichweiten unter Berücksichtigung aller Faktoren entlang der gesamten Supply Chain.
  • Strategische Optimierung eines Lagerstandortes und der Distributionsprozesse in einem europäischen Land. Durchführung der Lagerplanung und Unterstützung in der Beschaffung der Förder- und Lagertechnik.
  • Entwicklung und Umsetzung von VMI-Konzepten zu den Endkunden als neue Distributionsstrategie mit dem Ziel, Bestände zu reduzieren und den Kunden einen Mehrwert zu bieten.

Optimierung der Montage und der Logistik bei einem internationalen Hersteller von Medizintechnik:

  • Struktur- und Prozessplanung der Montage und Logistik am Hauptstandort in der Schweiz zur Abbildung des enormen Wachstums und der Steigerung der Prozesseffizienz.
  • Neustrukturierung und Segmentierung der Maschinenaufstellung und der Flächennutzung. Einführung von Fließmontage im Zuge der Umsetzung von Lean Production-Prinzipien im Segment der großen Maschinen.
  • Planung des neuen automatischen Lagers mit Shuttle-Technik und der nachgelagerten Versorgung der Montage, von der Kommissionierung bis zur Bereitstellung an den Montageplätzen. Lastenhefterstellung für die Technik und das neue Lagerverwaltungssystem sowie Empfehlung von möglichen Lieferanten.