Fragen und Antworten zur Optimierung von Intralogistikplanung
Die Dauer eines solchen Planungsprojekts variiert je nach Umfang, Komplexität und Datenverfügbarkeit, lässt sich aber methodisch gut eingrenzen. Ein fokussierter Quick-Check zur Identifikation erster Potenziale ist oft schon innerhalb von zwei bis vier Wochen realisierbar und liefert schnelle Handlungsoptionen für das Management. Für ganzheitliche Konzept- und Feinplanungen von hochautomatisierten Distributionszentren sollten Sie jedoch realistischerweise drei bis sechs Monate einplanen. Diese Zeit ist zwingend erforderlich, um durch Simulationen und Lastenhefte das Investitionsrisiko zu minimieren und spätere Verzögerungen im Bau zu verhindern. Eine solide Vorplanung sichert letztlich einen reibungslosen Go-Live und schont Ihre internen Ressourcen enorm.
In den Intralogistik Planungsprozess gehören sämtliche innerbetrieblichen Material- und Datenflüsse, die von Wareneingang, Nachschub und Kommissionierung über die Förder- und Lagertechnik bis hin zur Qualitätssicherung und der steuernden Logistik-IT reichen. Ein strukturiertes Intralogistikprojekt beginnt daher stets mit einer datenbasierten Ist-Analyse und der Definition eines Zielbildes, woraus passgenaue Konzeptvarianten abgeleitet und im Idealfall digital simuliert werden. Nach der Entscheidung für die wirtschaftlichste Vorzugsvariante auf Basis harter Investitionskosten- und Effizienzbetrachtungen erfolgt die detaillierte Lastenhefterstellung zur Vorbereitung des Marktes. Den Abschluss bildet die konsequente Realisierungsbegleitung durch ebp-consulting, die von der Ausschreibung über die Steuerung der Gewerke bis hin zum erfolgreichen Ramp-up im laufenden Betrieb reicht.
Die Intralogistikplanung im Bestand (Brownfield) ist oft anspruchsvoller als ein Neubau, rechnet sich aber durch die Vermeidung hoher Baukosten und Flächenversiegelungen in den meisten Fällen enorm. Moderne, flexible Technologien wie fahrerlose Transportsysteme (FTS) oder modulare Shuttle-Lösungen lassen sich inzwischen auch in Hallen mit geringen Deckenhöhen oder schwieriger Statik äußerst rentabel integrieren. Die größte planerische Herausforderung liegt hier in der exakten Schnittstellenkoordination und der Umstellung während des laufenden Produktionsbetriebs. Wir sichern diesen heiklen Prozess durch digitale Zwillinge und 3D-Simulationen ab, um Raum-Kollisionen zu vermeiden und den ROI der Maßnahme exakt im Voraus zu validieren. So verlängern clevere Retrofit-Konzepte die Lebensdauer Ihrer Immobilie maßgeblich und sichern Ihre Lieferfähigkeit nachhaltig ab.
Als fester Bestandteil der Feinphase einer Intralogistikplanung strukturiert die Ausschreibung den Anbietermarkt, indem alle Prozess-, Technik- und IT-Anforderungen in einem detaillierten Lastenheft exakt definiert werden. Der größte Fehler in diesem Prozess sind unvollständige Spezifikationen oder unklare Systemgrenzen, da lückenhafte Lastenhefte zu massiven Missverständnissen bei den Bietern, Schnittstellenproblemen und unkontrollierten Nachtragskosten führen. Um dies zu verhindern, müssen Unternehmen zwingend auf eine absolut herstellerneutrale Angebotsbewertung nach Total-Cost-of-Ownership-Kriterien (TCO) achten und alle technischen sowie datenseitigen Schnittstellen im Vorfeld lückenlos absichern.